NETGEAR R6300v2 Praxistest

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Wie ich bereits in einem vorherigen Artikel geschrieben habe, wurden mir zum Testen die folgenden Geräte zur Verfügung gestellt:

Kommen wir aber nun erstmal zum Router selbst. Es ist das Model R6300v2 von NETGEAR. Der Router sieht auf den ersten Blick sehr edel aus, hat eine glänzende Oberfläche vorne und ist schwarz. Das sieht gut aus, hat aber den Nachteil das man auf dem Router sehr schnell Staubablagerungen sehen kann. Auch von hinten macht der Router einen aufgeräumten Eindruck. Es befinden sich 4 LAN-Ports, ein WAN-Port, de Steckplatz für den Stromanschluß sowie ein USB 2.0-Port auf der Rückseite. An der rechten Seite (von vorn) des Routers befindet sich noch ein USB3.0-Port. Letzter ist ideal für den Anschluß einer externen Festplatte, dazu aber später mehr.

Beginnen wir mit dem Wichtigsten, dem Aufbau und dem Anschließen des Routers. Vorab gilt: Der Router kann in jedem standardisierten Heimnetzwerk genutzt werden, wenn man keine speziellen Anforderungen an sein eigenes Netzwerk stellt. Kompliziert wird es dann, wie bei mir, wenn man spezielle Dienste im Netzwerk laufen hat oder einen DSL-Anschluß eines Providers hat, die das nutzen von fremden Routern nicht ermöglichen. Bei mir ist es übrigens O2 mit seinem VDSL-Anschluß, denn da gibt es eine Router/VDSL-Modem Kombination, die den Betrieb eines eigenen Routers nicht zulassen.DSC_0228

Nach dem Auspacken aus dem Karton hält man nun den Router, ein Netzwerkkabel sowie ein Stromkabel in der Hand. Dazu gibt es noch ein paar Installationsanleitungen in verschiedenen Sprachen sowie eine CD auf welcher sich verschiedene Software befindet. Letztere benötigt man aber nur dann, wenn man den Router als Printserver oder NAS verwenden möchte.

Der Aufbau und der Anschluß des Routers gestaltet sich denkbar einfach. Netzteil am Router anschließen, Netzwerkkabel vom WAN-Port des Routers (gelb) in den LAN-Port des DSL-Modems, Netzteil des Routers in die Steckdose einstecken, kurz warten bis der NETGEAR Schriftzug weiß beleuchtet wird und die Poweranzeige des Routers Hellgrün wird. Der Router ist nun gestartet und kann eingerichtet werden. Für den Laien bietet der Router einen Installationassistenten über den Browser a,n mit welchem man beim Öffnen im Browser auch direkt begrüßt wird. Die IP-Adresse des Routers ist vom Werk aus übrigens die 192.168.1.1.

Da mein eigener Anschluß ja von O2 ist, habe ich hier bereits einen Router stehen, welcher auch gleichzeitig das VDSL-Modem ist. Also habe ich die Einrichtung übersprungen und den Router eben als „internen“ Zwischenrouter eingesetzt. Im übrigen eignet er sich auch dafür hervorragend, wenn man nicht gerade auf Portforwardings ins eigene Netz angewiesen ist. Nun gut, der Router war nun angeschlossen und betriebsbereit. Nach dem Anpassen der Router-IP auf ein anderes Netzwerk konnte ich mit dem testen loslegen.

Da der Router ein internes LAN von 1Gbit/s mitbringt und laut Hersteller auch WLAN von einer Geschwindigkeit von bis zu 1,3Gbit/s anbietet, habe ich mich zuerst mal an den Durchsatztest gemacht. Über das LAN habe ich Übertragungsraten innerhalb meines Netzwerkes von bis zu 91MByte/s erreicht, das sind immerhin rund 920Mbit/s im Durchschnitt, für einen Homerouter wie den NETGEAR ist das übrigens ein hervorragender Wert. Beim WLAN sieht es da schon etwas anders aus, leider muss man sagen das die versprochenen Übertragungsraten nur teilweise erreicht werden. Der Router bietet zwei WLAN-Netzwerke an. Einmal im 2,4Ghz Bereich, hier sind Geschwindigkeiten bis zu 450Mbit/s laut NETGEAR möglich und dann noch im 5Ghz-Bereich, in welchem laut NETGEAR bis zu 1300Mbit/s erreicht werden sollen.

Im 2,4Ghz-Bereich habe ich Übertragungsraten von maximal bis zu 20MByte/s erreicht, das entspricht durchschnittlich rund 20Mbit/s. Im 5Ghz-Bereich waren durchschnittlich nur rund 30-40MByte/s zu erreichen was einem Durchsatz von 300-400Mbit/s entspricht. Stellt man sich allerdings direkt neben den Router so waren immer bis zu 500Mbit/s im 5Ghz-Bereich möglich. Alle Tests wurden mit einem PC welcher eine 1Gbit/s-Ethernetschnittstelle hatte sowie eine Samsung SSD (Übertragungsraten bis zu 750MByte/s) und einem Laptop mit Kingston-SSD (Übertragungsraten bis zu 750Mbyte/s) durchgeführt.

Neue Geräte ins WLAN einbinden ist relativ simpel. Dank der mitgelieferten WPS-Funktion können neue Geräte einfach und bequem per Knopfdruck in das WLAN integriert werden. Auch mein Google-Chromecast liess sich innerhalb kürzester Zeit durch Auswahl des WLANs und Eingabe des Schlüssels in das WLAN einbinden.

Der Router kann ebenso als NAS und Printserver eingesetzt werden. Am NAS habe ich mich jetzt noch nicht versucht, darum werde ich mich aber kümmern sobald ich den Router so umgebaut habe, dass er in meinem Netzwerk auch eingesetzt werden kann. Zwar nicht als Router sondern vielmehr als Switch und AccessPoint sowie Print- und Fileserver aber eben mit so gut wie all seinen Funktionen. Um einen Drucker am Router betreiben zu können, muss man auf den Rechnern eine mitgelieferte Software installieren mit welcher man dann den Drucker am PC einrichten und ansprechen kann. Das Ganze ist aber eher umständlich einzurichten für den Laien.

Alles in allem ist dieser Router ein gutes Produkt zum Betreiben eines schnellen und zuverlässigen Netzwerk zu Hause, für den versierteren Nutzer allerdings stößt der Router schnell an seine Grenzen.

DSC_0243Kommen wir nun noch zu den beiden mitgelieferten Repeatern. Hier gibt es eigentlich nicht soviel zu sagen. Beide Repaeter sind von der Funktion her gleich, allerdings wartet das Modell EX3800 im Gegensatz zum EX3700 noch mit einer durchgeschliffenen, abgeschirmten Steckdose auf. Hier verschwendet man dann zumindest keinen Steckdosenplatz, der in vielen Altbauten ja leider öfter mal Mangelware ist. Die Repeater sind eigentlich keine richtigen Repeater, denn sie „erweitern“ nicht das bestehende WLAN sondern verbinden sich zu einem bestehenden WLAN und bieten dann ein eigenes an. Beispiel hier:DSC_0237

Mein WLAN <-> Repeater -> Mein WLAN_ext

Man kann in der Konfiguration zwar das bestehende WLAN-Kennwort übernehmen aber will man dann im Bereich des Repeaters surfen so muss man manuell am Endgerät das WLAN nutzen. Das ist auch für den Laien sowie für den versierten Nutzer nicht gerade komfortabel, denn eigentlich geht man bei einem Repeater davon aus, dass dieser den Empfangskreis des eigentlichen Netzwerkes erweitert und nicht unbedingt ein weiteres hinzufügt.

Fazit hier: Wer unbedingt Repeater benötigt, kann durchaus auf diese Modelle setzen, aber in einem normalen Haushalt reicht der Router alleine vollkommen aus.

Bisher läuft alles stabil, wir haben keine Störungen oder gar Ausfälle. Selbstverständlich ist nach so einer kurzen Nutzungsdauer noch kein endgültiges Fazit abzugeben. Sollten wir aber Auffälligkeiten haben, werden wir euch hier informieren. 🙂

[Testprodukt normal]

Kategorie: Produkttests | Tags: , , ,

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